|
|
| Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen |
| Autor |
Nachricht |
LadyLuna Frettchen-Fan

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 336 Wohnort: Stralsund
|
Verfasst am: 16.08.2007, 12:37 Titel: Warum als Anfänger keine Welpen? |
|
|
Warum sollen Anfänger eigentlich nicht auch Welpen halten dürfen?
Bei fast jedem Tier muss man doch schauen wegen der Erziehung und vorallem dem Vertrauensverhältnis. Ich finde es da viel schwerer einen Vogel zu erziehen (falls man dies überhaupt so nennen kann ).
In einem anderen Forum, wo ich mich über Fretts informierte, gab es auch schon die Diskussion: Welpen für Anfänger oder nicht? Dort gab es zum einen den Grund, dass ältere Tiere schon erzogen wären und es daher besser ist. Aber zum anderen meinte man auch, dass man älteren Fretts nur schlecht ihre Angewohnheiten aberziehen könnte. Also ein Für und Wider.
Daher hatte ich mich entschieden, erstmal in den TH zu schauen, ob es da Fretts gibt. Ich fand keines, weshalb ich mich dann für Fretts vom Züchter entschied. Klar ich hatte nun da 2 Züchter gefunden, die wohl wirklich nicht ganz ok sind. Aber das kann einem bei anderen Tierarten ebenso passieren.
Die Begründung: Welpen würden noch beißen und man müsse sich mit ihnen beschäftigen, weshalb sie nicht für Anfänger geeignet wären, finde ich da nicht ok. Wer so denkt, sollte doch lieber gar keine Tiere halten. Fische brauchen ja auch Pflege. Wenn, denn würde ich doch wohl eher meinen, dass Fretts allgemein keine Anfängertiere wären.
Ebenso verstehe ich nicht so recht, wieso Welpen schlecht seien, weil man ihnen das Beißen abgewöhnen müsse. Hundewelpen beißen doch auch. Und ich selber finde, dass die Krallen einer Katze einen mehr verletzen können, ebenso beißen diese noch zudem. Mephisto hing mir auch schon an der Hand und ich hab es überlebt.
Ich kann vor meinen Fretts gar keine Angst haben, bin ich doch viel größer und schwerer als sie ^^. Außerdem habe ich da mehr vor großen Hunden und Pferden Respekt. Obwohl man nicht umsonst sagt: "die sanften Riesen".
Als mich damals meine Nymphen-Henne das 1. Mal anfauchte, hatte ich mich auch anfangs erschrocken, kannte ich dies doch nicht von Vögeln. Aber mittlerweile weiss ich, wie ich dann zu reagieren habe. Man lernt doch als Mensch mit.
Ich selber finde es schön, die Tiere von klein auf an zu haben und all das gemeinsam mit ihnen aufbauen zu können. Aber es ist auch schön, wenn jmd. schon Vorarbeit geleistet hat und ich mir in bestimmten Dingen keine Mühe mehr geben muss.
Ich habe eine zahme Wellensittich-Henne von einer Bekannten übernommen, die aus 2 Jahre Einzelhaft stammt. Der Kleinen ihre Verhaltensfehler abzugewöhnen ist ebenso nicht leicht, wie einen Jungvogel an die Hand zu gewöhnen.
So das ist meine Meinung. Jetzt könnt ihr, als erfahrene Frettchenhalter, mich ruhig genauer aufklären ^^.
(Obwohl man lernt ja eh nie aus, egal wie lange man seine Tiere hat, wie ich finde. )
Lg LadyLuna _________________ Das mir das Tier das Liebste,
sagst du, Oh Mensch, sei Sünde?
Das Tier blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde! |
|
| Nach oben |
|
 |
yvonne Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2006 Beiträge: 2101 Wohnort: Nds.
|
Verfasst am: 16.08.2007, 13:11 Titel: |
|
|
Mist, meine Mittagspause ist um - Antwort kommt heute abend...  _________________
    |
|
| Nach oben |
|
 |
thomas Co-Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2006 Beiträge: 1633 Wohnort: Nds.
|
Verfasst am: 16.08.2007, 19:31 Titel: |
|
|
Hallo Kristin!
Also meiner Meinung nach sind für Frettchen-Neulinge
Welpen nicht ungeeignet sondern nicht zu empfehlen!
Weil man erstens noch nicht die Erfahrung mit den
Tieren hat und zweitens der Anspruch der Welpen ja sehr
viel höher ist als bei älteren Tieren.
Ideal aus meinen Erfahrungen mit Frettchen ist das man,
wenn man sich für Frettchen entschieden hat, mit 2 "ältern"
Frettchen anfangen sollte.
Wenn man dann schon seine Erfahrungen sammeln konnte,
(z.B. bei Krankheiten, Medikamenten, Vorlieben und
Abneigungen, Umgang mit fremden Frettchen usw),
dann kann man sich für Welpen entscheiden!
Ich finde wenn man Sich Welpen holt und man hat schon
Frettchen dann erziehen nicht nur die Frettchenhalter die Welpen
sondern den größten Anteil haben die schon erfahreneren
Frettchen. Die Lütten schauen sich sehr viel ab und werden
auch schon mal bei Übermütigkeiten in ihre Schranken
verwiesen!
So sehe ich die Sache mit Welpen! _________________ Ein Frettchen kommt selten allein!
Die quirligen und verspielten Vierbeiner können eines nicht ausstehen - nämlich einsam zu sein.
Selbst die liebevollste Zuwendung ihrer Halter kann den kleinen Räubern den Kontakt zu Artgenossen nicht ersetzen.
 |
|
| Nach oben |
|
 |
yvonne Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2006 Beiträge: 2101 Wohnort: Nds.
|
Verfasst am: 16.08.2007, 19:55 Titel: |
|
|
Dieses Thema ist meiner Meinung nach Anfängern sehr schwer verständlich zu machen. Und zwar aus dem Grund, weil viele Neulinge Frettchen mit Katzen oder Hunden vergleichen und dann meinen, bei den Tieren haben sie das ja auch geschafft. Mag sein, aber Frettchen sind nun mal nicht wie Hunde oder Katzen. Sicher gibt es Parallelen, aber es ist doch ein Unterschied wie Tag und Nacht. Frettchen sind meiner Auffassung nach extrem selbständige kleine Persönlichkeiten, die gerne ihre Grenzen austesten. Da es Gruppentiere sind, wollen sie natürlich eine Art Rangordnung klären. Diese ist nicht so klar und offensichtlich wie in einem Wolfsrudel, aber jeder Frettchenbesitzer, der mehr als 2 Fretts hat, wird bestätigen können, d. es eine gewisse Rangordnung gibt. Gerade Welpen und Halbwüchsige wollen gerne testen, an welcher Stelle in der Gruppe sie stehen. Und zu dieser Gruppe zählen sie dann sicher auch den Menschen. Da muß man dann konsequent sein. Manchmal ein Leben lang, denn so manch ein Frett testet immer mal wieder. Trotzdem man Frettchen nicht so erziehen kann wie Hunde, kann man ihnen doch gewisse Grenzen aufzeigen. Ich kann jetzt nur von mir sprechen, aber ich würde sagen, d. ich meine Fretts doch einigermaßen erzogen habe. Sie haben viele Freiheiten, aber sie haben sich auch an Regeln zu halten – sie dürfen z.B. nicht auf den Tisch, nicht ins Bett wenn ich schlafen will und nicht in Füße beißen. Sie wissen das, was aber nicht heißt, d. sie nicht immer mal wieder versuchen, ob es nicht doch geht. Es liegt allein an mir, ihnen immer wieder deutlich zu machen, das es nach wie vor verboten ist was sie tun. Wenn ich es nur einmal durchgehen lasse, nimmt das Frettchen es als selbstverständlich hin und wird immer wieder gegen diese Regel verstoßen.
Wer bei Welpen diese Erziehung vernachlässigt, der hat dann ein Leben lang ein kleines „Terrorfrettchen“. Und diese Tiere sind es dann, die wieder ganz schnell abgegeben werden. Weil sie den besitzern über den Kopf gewachsen sind. Meine Lilly ist ein sehr schönes Beispiel. Zum Glück war sie nicht sehr lange bei den jungen Leuten, die sie und Sam bei mir abgegeben haben. Aber die Besitzer waren schon nach nicht mal 2 Wochen total überfordert mit zwei kleinen quirligen Welpen, die auch noch mächtig gestunken haben, weil sie falsch ernährt wurden. Lilly ist extrem dominant, sie hat vor nichts und niemandem Respekt und will immer ihren Dickkopf durchsetzen. Den jungen Leuten wär sie später nur auf dem Kopf rumgetanzt. Ich habe keinerlei Probleme mit ihr, denn wir haben die Fronten geklärt. Aber bei Besuchern testet Lilly sofort wie weit sie gehen kann. Reni und Thomas durften das schon erfahren. Und Lilly merkt an der Reaktion der Menschen sofort, ob sich ein Machtkampf lohnt oder nicht. Bei Thomas hat sie ziemlich schnell aufgegeben, er hat eben schon genug Erfahrung und lässt sich nix gefallen. Meine ehemalige Mitbewohnerin dagegen kann sich selbst bei meinem liebsten Frettchen nicht durchsetzen und wird ständig gepiesackt. Die Tiere merken so was eben und nutzen das schamlos aus.
| Zitat: |
Dort gab es zum einen den Grund, dass ältere Tiere schon erzogen wären und es daher besser ist. Aber zum anderen meinte man auch, dass man älteren Fretts nur schlecht ihre Angewohnheiten aberziehen könnte. Also ein Für und Wider.
|
Das ist nur teilweise richtig, denn gute Frettchenhilfen vermitteln an Anfänger keine tiere mit „Macken“. Jedenfalls nicht mit solchen, die Neulinge nicht in den Griff kriegen könnten. Unsauberkeit z.B. ist keine Macke für mich, mit der man nicht klarkommen kann. Es ist nervig, sonst nix.
| Zitat: |
Wenn, denn würde ich doch wohl eher meinen, dass Fretts allgemein keine Anfängertiere wären.
|
Sehr richtig erkannt!
| Zitat: |
| Ich kann vor meinen Fretts gar keine Angst haben, bin ich doch viel größer und schwerer als sie |
Täusch dich da mal nicht. Du hast noch nie ein wirklich bissiges Frettchen erlebt, was auf Angriff geht. Ein wild um sich beißendes Frettchen, sei es aus Angst, Wut oder Schmerz, sollte man niemals unterschätzen! Als ich Merle in Pflege hatte, bin ich in Straßenschuhen durch die Wohnung gelaufen und hab sie nur mit Handschuhen angefasst, weil sie so beißwütig war. Heike ist auch schon mit Gummistiefeln durch die Gegend gelaufen, um sich vor Beißattacken aus dem Hinterhalt zu schützen. Und vor Jahren hat der Frettchen-Club Berlin mal eine ganze Horde bissiger Fretts bekommen, wo selbst Leute mit jahrelanger Frettchenerfahrung keinen anderen Ausweg sahen, als sich vor den kleinen Beißern auf den Küchentisch in Sicherheit zu bringen…
| Zitat: |
Ich selber finde es schön, die Tiere von klein auf an zu haben und all das gemeinsam mit ihnen aufbauen zu können. Aber es ist auch schön, wenn jmd. schon Vorarbeit geleistet hat und ich mir in bestimmten Dingen keine Mühe mehr geben muss.
|
Auch ein Trugschluß, denn wie schon weiter oben geschrieben, hört die Erziehung eigentlich nie auf
| Zitat: |
| Jetzt könnt ihr, als erfahrene Frettchenhalter, mich ruhig genauer aufklären |
Ich hoffe, es war ausführlich genug *gg*
| Zitat: |
| Obwohl man lernt ja eh nie aus, egal wie lange man seine Tiere hat, wie ich finde |
Ganz genau – es gibt niemanden der schon alles weiß, nur wissen die einen schon etwas mehr als die anderen.
Yvonne _________________
    |
|
| Nach oben |
|
 |
Ninchen Frettchen-Fan

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 298 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 17.08.2007, 10:49 Titel: |
|
|
LadyLuna@,vom Prinzip her hast Du schon recht.
Jedes Tier kann unberechenbar sein.
Ob man nun ein junges Tier hat,was noch viel lernen muss
oder ein Älteres,was oft aber auch noch lernfähig ist.
Zumindest habe ich das oft festgestellt,zumindest bei Katzen,Hunden,Hamstern,etc.
Ich kann von mir sagen dass ich mir Welpen angeschafft
hatte,weil ich,wegen meiner Kinder etwas vorsichtiger sein wollte.
Das Risiko ein vielleicht schon Kindergeschädigtes Frettchen ins Haus zu holen,nicht tragen wollte.
Ich wollte selbst die Erziehung in die Hand nehmen.
Was natürlich nicht heißt,dass meine beiden Racker nicht auch noch ab und an mal versuchen würden,meine Jüngste,
mit kniffen zum spielen zu überzeugen.
Das wird auch immer wieder mal vorkommen.
Dessen bin ich mir bewußt und das werde ich auch nie unterschätzen.
Ich lasse meine Kinder (10 und 2 Jahre alt) auch nie allein mit den Frettchen.
Aber hätte ich nun den Punkt mit meinen Kinder nicht gehabt,
dann hätte ich mir auch gern Ältere Tiere angeschafft,
denen gerne ein Zuhause gegeben.
Es geht dabei nicht um die Arbeit,die man mehr durch Welpen hat,
denn alle Tiere haben auch unterschiedliche Charaktere.
Es geht mir z.B. auch darum dass man gerade auch Ältere Tieren eine Chance geben sollte.
Ich habe auch den Fehler gemacht und meine Fähe wieder zurückgebracht,bzw. hätte ich sie gar nicht erst nehmen sollen,
wenn ich nur Schmusefrettels hätte haben wollen.
Ich habe einfach noch zu wenig Erfahrung mit Frettchen und nicht glauben konnte,
dass es doch solche Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein
bei dieser Tierart gibt.
Es stand zumindest in keinem Buch was ich gelesen habe
und auch im Internet habe ich es nicht lesen/finden können.
Sprich,Fähen sind etwas Explosiver als Rüden,gelle Yvonne
Hätte ich das eher gewußt,also vor der Anschaffung,
dann hätte ich gleich 2 Rüden genommen.
Aber bei uns ging es ja noch gut.
Keiner hat einen Schaden davon getragen,
wie es leider manchmal bei anderen Tieren der Fall ist.
Was da beißen oder kratzen der Frettels angeht,
ich finds auch nicht so schlimm.
Wenn man schon mit jungen Hunden oder gerade Katzen zu tun hatte,
dann kennt man das und weiß dass man gerade bei Jungtieren oftmals nach dem spielen,meistens nicht ohne Kratzer,etc,davon kommt.
Ach ja und wenn Enten oder Wellensittiche schnappen,
kann das auch schon arg weh tun
Ein Hamsterbiss ist wesentlich schlimmer...
Aber wenn man nicht so (schmerz)empfindlich ist,
dann verknust man das auch schnell wieder.
Wichtig ist aber auch das die Chemie zwischen den Halter
und dem Tier stimmt,ansonsten wird das meistens eh nichts.
Es muss einfach passen,finde ich. |
|
| Nach oben |
|
 |
thomas Co-Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2006 Beiträge: 1633 Wohnort: Nds.
|
Verfasst am: 17.08.2007, 14:38 Titel: |
|
|
Hallo Janine,
bei vielen Dingen die du geschrieben hast bin ich anderer
Meinung durch meine Erfahrungen mit den Monstern!
| Zitat: |
Aber hätte ich nun den Punkt mit meinen Kinder nicht gehabt,
dann hätte ich mir auch gern Ältere Tiere angeschafft,
denen gerne ein Zuhause gegeben. |
Das ist meiner Meinung nach ein Trugschluß bei Frettchen.
Denn Welpen brauchen wesentlich mehr Zuwendung und
Erziehung als schon erfahrene/ausgewachsene Frettchen.
Bei Frettchenneulingen und gerade bei Neulingen mit
Kindern sind Welpen nicht geeignet.
Frettchen zwischen 1-2Jahren sind eigentlich die
idealen Tiere für Neulinge. Die kennen schon den Umgang
mit Menschen und sind meist schon an Wohnungshaltung
gewöhnt! Welpen dagegen testen alles aus und stellen den
Halter ständig auf eine Geduldsprobe!
| Zitat: |
Sprich,Fähen sind etwas Explosiver als Rüden,gelle Yvonne
Hätte ich das eher gewußt,also vor der Anschaffung,
dann hätte ich gleich 2 Rüden genommen.
|
Das Fähen etwas aktiver sind als Rüden da stimme ich dir zu.
Aber Welpen sind im allgemeinen,ob nun Rüden oder Fähen,
sehr sehr aktiv und probieren ihre Grenzen gerne mal öfter aus.
Welpen sind nichts für Kinderhände da die Tiere noch kein Gefühl
dafür haben mit welcher Kraft sie zu beissen. Das kann bei Kindern
schnell mal zu bösen Verletzungen führen, gerdae weil sie ja immer gerne alles anfassen wollen.
Ältere Frettchen haben diese Dinge schon im Griff und man kann mit ihnen
etwas entspannter umgehen!
_________________ Ein Frettchen kommt selten allein!
Die quirligen und verspielten Vierbeiner können eines nicht ausstehen - nämlich einsam zu sein.
Selbst die liebevollste Zuwendung ihrer Halter kann den kleinen Räubern den Kontakt zu Artgenossen nicht ersetzen.
 |
|
| Nach oben |
|
 |
yvonne Administrator

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 28.06.2006 Beiträge: 2101 Wohnort: Nds.
|
Verfasst am: 17.08.2007, 17:52 Titel: |
|
|
| Ninchen hat folgendes geschrieben: |
Ich kann von mir sagen dass ich mir Welpen angeschafft
hatte,weil ich,wegen meiner Kinder etwas vorsichtiger sein wollte.
Das Risiko ein vielleicht schon Kindergeschädigtes Frettchen ins Haus zu holen,nicht tragen wollte.
|
Und wieder ein Irrglaube, dem Anfänger aufgesessen sind. Gerade bei Welpen ist die Gefahr für Kinder, mal gebissen zu werden, viel größer als bei erwachsenen Frettchen. Da sind Frettchen nicht viel anders als andere Tierbabys auch – alles muß man ins Mäulchen nehmen und drauf rumkauen (also auch Kinderhände etc.), man muß testen wer das sagen hat und wenn man bockig ist, weil man nicht seinen Willen bekommt, dann kann man schon mal ganz schön eklig werden. Nicht immer ideal wenn Kinder im Haus sind. _________________
    |
|
| Nach oben |
|
 |
LadyLuna Frettchen-Fan

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 336 Wohnort: Stralsund
|
Verfasst am: 17.08.2007, 20:15 Titel: |
|
|
Hi ^^. Es stimmt schon, dass die Neuen sich von den Alteingesessenen so einiges abgucken. Mein Welli-Hahn Luna ist ja so super zahm und die anderen kommen dann natürlich auch zu mir, wenn er bei mir ist. Aber er hat auch die schlechte Angewohnheit, bei mir Essen zu klauen. Tja is schon nicht einfach sein Essen vor 2 Wellis und 3 Großsittichen zu verteidigen.
Ansonsten weiss ich ja, dass ich es mit meinen beiden Fretts auch jetzt schon einfacher habe. Amira ist immerhin schon ans Katzenklo gewöhnt und Mephisto macht dort auch nun schon ab und an mal ins Katzenstreu. *freu*. Zudem sind meine beiden zum Glück von vornherein an Menschen gewöht gewesen und teilweise schon sehr zahm. Mittlerweile sehen meine Hände auch wieder besser aus und sie beißen mich nicht mehr so stark ^^.
Naja was die Probleme mit dem Rumlaufen auf dem Tisch angeht, so werde ich dies wohl noch irgendwann kennenlernen. Nur derzeit habe ich ja keinen Tisch bei mir im Wohnzimmer und ins Schlafzimmer dürfen sie nicht, da da ja die Piepser sind .
Ja zum Glück musste ich meine Fretts auch noch nicht in totaler Abwehrhaltung erleben. Aber ich hatte mal meine damalige Katze auf dem Arm, als eine Bekannte mit ihrem Hund zu mir kam. Danach sah ich dementsprechend auch aus. Naira, meine Katze, ist da total ausgetickt und hat alles zerkratzt was in ihrer Nähe ist, mich eingeschlossen. Mir ist auch schon mal der Kater von den Eltern meines Freundes ins Gesicht gesprungen. Naja und Luna hat es auch schon hinbekommen, mich blutig zu beißen. Der hat sich dabei aber ordentlich festgebissen.
Nee mir ist schon klar, dass sowas ordentlich weh tun kann. Ich hoffe, dass ich die beiden auch nie so erleben muss. Aber letztendlich bin ich doch die Stärkere. Obwohl ich damals, als Luna sich dermaßen bei mir festgebissen hatte, mehr aufpassen musste, dass ich ihn nicht verletzen tue, als alles andere. Das ist für mich viel schlimmer.
Was Ninchen meint, wegen der Erziehung, dass man dies viel lieber in die Hand nehmen möchte, kann ich auch nachvollziehen. Man denke nur an den Hund, welcher bei seinem 1. Besitzer die ganze Zeit geschlagen wird und beim nächsten Besitzer dann Jahre lang lieb ist. Irgendwann gibt es einen Zwischenfall und der Hund fühlt sich an die Anfangszeit erinnert und rastet daher aus. Ich weiss jetzt nicht, ob Frettchen sich das auch so merken, aber ich sehe es bei meinem Nymphenhahn ähnlich so. Er kommt aus einer sehr schlechten Haltung. Mittlerweile bleibt er sitzen, wenn man in seine Nähe kommt, aber ab und an hat er seine Macken und reagiert recht agressiv. Das tut natürlich auch richtig weh, wenn er einen hackt (kenn ich auch schon).
Das Weibchen etwas aktiver als Männchen sind, sehe ich jetzt schon öfters bei meinen beiden. Mephisto kann man manchmal schon in die Hand nehmen und ihm übers Köpfchen streicheln und vorallem am Hals kraulen (das mag er ^^). Aber Amira ist da noch ein richtiger Wildfang. Bloß sie ist einfacher zu bändigen, da sie noch kleiner ist. Außerdem bekomme ich sie einfacher in den Nacken gepackt.
Ansonsten hätte ich ja auch gerne Abgabis die Chance auf ein "schöneres" Leben (wenn man das so sagen kann) gegeben. Nur damals hatte ich wirklich nichts in meiner Nähe gefunden. Mephisto sollte ja auch erst zu jmd. anderes kommen, der Interessent hat sich dann aber einfach nicht mehr gemeldet.
Lg LadyLuna _________________ Das mir das Tier das Liebste,
sagst du, Oh Mensch, sei Sünde?
Das Tier blieb mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde! |
|
| Nach oben |
|
 |
Kristina Frettchen-Liebhaber

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 02.11.2006 Beiträge: 193 Wohnort: Berlin
|
Verfasst am: 19.08.2007, 02:07 Titel: |
|
|
Ich finde, Frettchen sind sehr mit unseren Kindern zu vergleichen, nur läuft deren Entwicklung für uns Erwachsene über einen viel längeren Zeitraum ab. Da ist es auch nicht einfach, die Balance zwischen liebevoller Zuwendung und konsequenter Strenge zu bewerkstelligen. Auch Frettchen haben ein sicheres Gespür dafür, ob ihre Menschen es ernst meinen und reagieren entsprechend darauf. Sie bemerken schnell, ob man sich unsicher ist oder gar Angst hat, das führt dann auf beiden Seiten zu echten Missverständnissen und den daraus resultierenden Problemen. Wir brauchen nur einen Blick auf die nachwachsende Generation unserer Kinder zu werfen um festzustellen, dass da so manche Erziehung reichlich schiefgegangen ist.
Jeder ist irgendwann mal Anfänger, wichtig ist nur, dass man sich vorher gut informiert und sich ganz klar darüber ist, mit welchen Eigenheiten der geliebten Wuschel man sich schlicht abzufinden hat. Alles andere kann man mit liebevoller Zuneigung und konsequenter Geduld hinbekommen. Wir Menschen müssen für unsere Haustiere immer verständlich und berechenbar reagieren, niemals dürfen sie unsere Launen ausbaden müssen. Sie sind ganz von uns abhängig und so sollen sie sich auch immer auf uns verlassen können. In guten wie in schlechten Zeiten gilt auch für sie! Jedes höhere Lebewesen spürt, wenn es jemand gut mit ihm meint und wird dann auch Vertrauen zu ihm fassen. Außerdem sollte der Mensch auch über den nötigen finanziellen Hintergrund verfügen. Kastration, Impfungen, Tierarztkosten und Medikamente kommen zu den oft untertriebenen Grundhaltungskosten noch hinzu. Ich habe selbst gehört, die brauchen nicht viel, eine Dose Katzenfutter reicht die ganze Woche...
Welpen stellen besonders hohe Ansprüche in Sachen Erziehung, Kosten und Beschäftigung durch ihre Menschen, deshalb wird Anfängern davon abgeraten. Abgabies von Frettchenhilfen sind dagegen schon geimpft, gechipt und kastriert und werden meist gesund und in bereits sozialisierter Gemeinschaft abgegeben. |
|
| Nach oben |
|
 |
thomas Co-Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2006 Beiträge: 1633 Wohnort: Nds.
|
Verfasst am: 19.08.2007, 10:34 Titel: |
|
|
Hallo Kristina,
ich finde was du geschrieben hast trifft den Nagel auf den Kopf!
Ausreichende Information über Frettchen und ihre
Haltung und der damit verbundene Zeit- und Geldaufwand
wird fast immer unterschätzt. Damit sind Probleme
einfach vorprogrammiert. Leidtragende sind immer
die Tiere weil sie abhängig sind von ihrem jeweiligen
Halter.  _________________ Ein Frettchen kommt selten allein!
Die quirligen und verspielten Vierbeiner können eines nicht ausstehen - nämlich einsam zu sein.
Selbst die liebevollste Zuwendung ihrer Halter kann den kleinen Räubern den Kontakt zu Artgenossen nicht ersetzen.
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Ninchen Frettchen-Fan

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 298 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 20.08.2007, 21:32 Titel: |
|
|
Hallöchen noch mal von mir.
Ich gebe Euch natürlich in vielen Dingen recht.
Nicht dass Ihr denkt dass ich mir nur Welpen geholt habe,
weil ich dachte dass es weniger Probleme gibt.
Sorry,aber das denke und dachte ich nie.
Dass Frettchenbisse auch von Welpen auch gefährlich werden
und sein können,müsste eigentlich Jeder wissen,
wenn er sich vorher über diese Tiere informiert hat.
Man kann Frettchen zwar nicht mit Katzen oder Hunden vergleichen,
klar,aber es gibt schon einige Gemeinsamkeiten.
Die Bisse sind auch nicht zu unterschätzen
und daher glaube ich das man egal bei welchen Tier dieser Art
oder ähnlich,immer das Risiko besteht.
Auch der netteste Dackel kann sehr gut zu schnappen,
wenn es ihn auf einmal über kommt,das habe ich selbst erleben müssen.
Oder mein Pflegekater der sich auf einmal in meinem Arm verbissen hat,
obwohl er keinen Grund hatte.
Das Risiko hat man wirklich immer.
Ich habe mich auch vorher informiert,wie ihr ja wisst,
aber wie im Beispiel mit dem Unterschied zwischen Fähen und Rüden gesehen,
bekommt man einfach nicht immer ausreichende Informationen.
Da wurde auch nur gesagt/geschrieben,
dass man sehen muss was einem mehr zusagt.
Rüden werden größer als Fähen.
Es wird zwar,z.B. das tödliche Risiko erwähnt,
was Fähen passieren können,wenn sie nicht kastriert werden,
aber weitere Unterschiede werden einfach nicht genannt.
Zumindest nicht in den Büchern die ich hier habe
und im Internet war auch nicht groß zu lesen.
Gut ist es schon dass ich hier,dank Yvonne,im Forum gelandet bin.
Hier kann ich nachfragen,wenn ich was nicht weiß.
Durch das Buch von Yvonne,habe ich nochmal einen Eindruck erhalten,
der mich aber,trotz der teilweisen sehr traurigen Geschichte,
nicht von Frettchen abschreckte.
Noch mal kurz wegen den Frettels und meinen Kindern.
Wie schon gesagt,
meine Kinder dürfen nicht allein mit den Frettchen sein.
Ich,sowie auch mittlerweile mein Mann,
sind in den Stunden (und das sind nicht wenige,
wie ich Euch ja schon geschrieben habe) immer am Ball
und passe mit Luchsaugen auf.
Das Risiko,dass eines meiner Kind vielleicht doch mal gebissen werden
könnte,habe ich immer und dessen bin ich mir bewußt.
Das hat man aber eigentlich bei fast jedem Tier,
ob nun Katze,Hund oder eben Frettchen.
Wie auch immer.
Ich habe nun Frettchen hier bei mir leben,es klappt gut
und ich bereue es bisher auch nicht dass ich den Schritt gewagt habe,
noch möchte ich sie je wieder her geben müssen.
Mein Herz häng an ihnen und hoffentlich bleiben sie mir
noch viele viele Jahre erhalten...  |
|
| Nach oben |
|
 |
thomas Co-Admin

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2006 Beiträge: 1633 Wohnort: Nds.
|
Verfasst am: 20.08.2007, 21:52 Titel: |
|
|
Willkommen im Club der Frettchenverrückten!
Wer einmal in diesen Bann gezogen wurde kommt nie
wieder davon los!  _________________ Ein Frettchen kommt selten allein!
Die quirligen und verspielten Vierbeiner können eines nicht ausstehen - nämlich einsam zu sein.
Selbst die liebevollste Zuwendung ihrer Halter kann den kleinen Räubern den Kontakt zu Artgenossen nicht ersetzen.
 |
|
| Nach oben |
|
 |
Ninchen Frettchen-Fan

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 298 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 20.08.2007, 22:01 Titel: |
|
|
Ja,Dankeschöööööön
Stimmt aber auch wirklich
Ich weiß noch als ich vor 3 Monaten das erste Mal in einem Zooladen ein Frettchen im Arm halten durfte,da kamen Gefühle hoch,
kann ich gar nicht beschreiben ... einfach nur klasse
Das war einfach Wahnsinn
Ich habe mich 1000 mal bei der Zooladeninhaberin bedankt...
das war eine so schöne Erfahrung,die ich nie wieder missen möchte  |
|
| Nach oben |
|
 |
Iris Frettchen-Neuling
Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 31.05.2007 Beiträge: 76 Wohnort: Parey/Elbe, bei Magdeburg
|
Verfasst am: 21.08.2007, 14:06 Titel: |
|
|
Hallo,
ich mach hier bei uns auch ab und zu mal Schnupperkurse und kann somit nicht nur meine Damen, sondern auch die evtl. zukünftigen Halter beobachten
Da gibt es welche, die trauen sich nicht mal auf den Boden runter um die Tiere anzufassen und solche, die sie am liebsten gleich einpacken würden und jede Menge dazwischen...
Ein weit verbreiteter Irrtum ist, daß man mit Fretts wie mit Katzen und Hunden umgehen kann. Bestes Beispiel (und das passiert IMMER): Frett kommt zum schnuppern und spielt an den Schnürsenkeln oder will die Hosen hochkrabbeln -> Mensch versucht es mit der Hand abzuwehren. Mit Hund und Katz macht man das 2 mal und dann haben sie verstanden, daß man das nicht will. Was aber tut ein Frettchen? Es findet das Spiel lustig und versucht noch 100 mal das Hosenbein zu entern Je mehr man versucht, es abzuwimmeln, desto hartnäckiger wird es
Ich bin auch ein Verfechter der These "Keine Welpen für Anfänger". Ich hab noch keine Welpen gehabt, meine sind alle Second-Hand. Und zusammengestoppelt und nicht aus Hilfen. Ich kann nur sagen, daß auch ältere Frettchen sich gut in das Leben ihrer Menschen einfügen - Toleranz, Geduld und Liebe für die Tiere vorausgesetzt. Mir ist noch kein Frett untergekommen, daß mich mit voller Absicht attackiert hat, weil es mich nicht leiden konnte. Selbst unsere Emma - ein Beißer vorm Herrn - war einfach nur keine "ordentliche" Behandlung gewöhnt und hatte vermutlich in ihrem ersten zu Hause Streß mit Frauen und kleineren Kindern. Mit Männern auch, aber nicht so extrem. Ihre schlechten Erfahrungen hat sie uns merken lassen - und lange.... Aber sie hat uns nicht gebissen, weil sie uns nicht mochte, sondern weil sie es nicht anders kannte. Dazu kommt, daß sie seeeehr selbstbewußt ist Aber sie ist ein Traumfrett, wenn man damit umgehen kann.
Letztens bekam ich Julchen, die ihre Halterin 3 Jahre in alles gebissen hat, was sie von ihr erwischen konnte (Hut ab vor dem Mädel, daß sie das so lange mitgemacht hat!). Mich hat sie einmal kräftig verkostet - und dann war sie das liebste Frett wo gibt Und ist´s heute noch (nur leider nicht bei mir )
Frettchen sind eine Einstellungssache und nicht "Ich bin stärker" zählt. Fretts lassen sich nur sehr begrenzt erziehen und was sie nicht wollen, wollen sie entweder von selbst nicht oder man muß unendlich konsequent sein. Und das begreifen auch ältere Tiere. Noch viel schneller begreifen aber ältere Tiere, wenn man ihnen Liebe und Achtung entgegenbringt. Sowas gibt´s sofort zurück
Bei Frettchen gilt: ICH muß mich auf das Tier einstellen, und zwar auf jedes einzelne ganz speziell. Und nicht umgedreht.
Ein guter "Katzenmensch" kann vielleicht auch ein guter Frettchenmensch werden - wer Gehorsam erwartet, wird nie einer.
Heute kann sich jeder überall und weltweit über Frettchen vor der Anschaffung informieren - so er es denn will. Als unser erstes Frett uns "beglückt" hat, wußte ich noch nicht mal, wie man "Internet" schreibt Aber trotz allem denk ich mal, haben wir die Sache und die Fretts uns ganz gut in den Griff gekriegt
Ööööhmmm, hatte ich schon erwähnt, daß ich immer wieder (so der Frettchengott es will) ältere Fretts nehmen werde?  |
|
| Nach oben |
|
 |
Ninchen Frettchen-Fan

Geschlecht:  Anmeldungsdatum: 29.06.2007 Beiträge: 298 Wohnort: Hamburg
|
Verfasst am: 21.08.2007, 18:01 Titel: |
|
|
Gut geschrieben Iris
"Ein guter "Katzenmensch" kann vielleicht auch ein guter Frettchenmensch werden - wer Gehorsam erwartet, wird nie einer."
Stimmt,ansonsten sollte man sich doch einen Hund anschaffen.  |
|
| Nach oben |
|
 |
|
|
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben. Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten. Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen. Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.
|
|
|